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  • Testbericht: FIFA13 für das iPad und iPhone



    Testbericht: FIFA 13 für das iPad und iPhone


    Alle Jahre wieder präsentiert EA eine neue Version des Klassikers „FIFA“. Doch längst werden nicht nur die klassischen Konsolengeräte wie XBOX und PS3 bedient, sondern auch Apples iOS Geräte.
    Ich habe mir in den letzten Tagen die iOS Version von „FIFA 13“ etwas näher angeschaut und möchte euch nun dieses Spiel etwas näher bringen und meine ersten Eindrücke wiedergeben.
    (Zur Erklärung: In erster Linie habe ich das Spiel mit dem iPad 2 getestet. Jedoch lässt sich das Review eigentlich auch nahtlos auf das iPhone übertragen.)



    Öffnet man die App, wird man man von einem kleinen Intro und Lionel Messi, dem großen Star, der auch sämtliche Cover der deutschen Konsolenspiele dieses Jahr ziert, begrüßt.
    Im Hauptmenü des Spiels, begleitet von lockerer Popmusik, hat man nun die Qual der Wahl was die verschiedenen Spielmodi betrifft, zur Auswahl stehen:
    • „Schnelles Spiel“ (Freundschaftsspiel, Trainingsmodus)
    • „Turnier“
    • „Managermodus“ und
    • „Online“
    Außerdem kann man verschiedenste Einstellungen vornehmen, zum Beispiel die Steuerung anpassen, den Kamerawinkel während des Spiels verändern oder die Spielzeit variieren.

    Los geht’s!
    Zuerst müssen natürlich aus den 32 Ligen zwei passende Mannschaften ausgesucht werden. Entweder man wischt sich bis zur richtigen Liga und Verein durch, was durchaus etwas Zeit in Anspruch nehmen kann, oder man tippt den aktuell ausgewählten Verein/Liga kurz an und man kommt in die Übersicht. Gerade wenn man einen ausländischen Verein sucht, geht dies auf diesem Wege wesentlich schneller.
    Nun noch Startelf, eines der 32 verfügbaren Stadien und das passende Trikot auswählen und das Spiel kann beginnen!


    Nun ein paar Worte zur Steuerung.

    Insgesamt ging EA bei den Steuerelementen sehr sparsam um. Links unten am Display gibt es den üblichen Joystick, mit welchem man die jeweilig ausgewählte Spieler steuert. Am rechten Rand gibt es vier Buttons, mit welchen man je nachdem ob man in Ballbesitz oder in der Verteidigung ist, die entsprechenden Aktionen durchführen kann. Besonders schön gelöst wurde zum Beispiel, dass die „Sprint“ und „Tackling“ Aktion in einem Button vereint wurde, dies vereinfacht die Verteidigung besonders am Anfang doch erheblich.
    Außerdem möchte ich auch den „Spezialbewegung“ Button positiv herausheben, mit welchem man, kombiniert mit einer entsprechenden Touchgesten, nette Tricks wie einem Übersteiger oder Körpertäuschung durchführen kann.
    Das klingt nun alles sicher sehr vertraut von der Konsolensteuerung, aber EA versucht auch die Chancen eines Touchdisplays zu nutzen. Tippt man beispielsweise während dem Ballbesitz einen anderen Mitspieler direkt auf dem Display an, so wird dieser entsprechend angespielt oder man schickt seinen Mitspieler mit einer Wischbewegung nach vorne, so setzt dieser einen Sprint nach vorne an. Nun ein präzisier Pass in die Tiefe und schon steht der Spieler frei vor dem gegnerischen Torhüter.
    Sicher ist dies besonders anfangs sehr gewöhnungsbedürftig, doch mit der Zeit erweist sich dies als echten Mehrwert gegenüber den üblichen Controller.

    Grafik:


    Sicher, wer die Grafik von Konsolenspielen gewohnt ist, der wird sich beim Betrachten der iPad Screenshots um zig Jahre in der Zeit zurück versetzt fühlen. Da braucht man nicht lange um den heißen Brei herumreden: Damit kann die iOS Version noch lange nicht mithalten.
    Legt man allerdings den Maßstab an anderen iPad oder iPhone Spiele an und bedenkt, dass EA diese Fußball Simulation bereits seit 2005 für die Playstation entwickelt und zu dieser Zeit weder das iPad noch das iPhone überhaupt existierten, dann muss man sagen, dass die Grafik mittlerweile ein erstaunliches Niveau erreicht hat. Für den mobilen Spielgenuss ist das richtig ansehlich. Gibt man den Entwicklern noch ein paar Jahre Zeit und noch ein bisschen mehr Power in der Hardware, dann können wir uns hier in der Zukunft auf richtig gute Ergebnisse freuen. Bis dahin hat EA hier schon eine ansehliche Fußball Simulation abgeliefert.


    Nerv, Nerv – der Kommentator
    Wer mir auf Twitter folgt, dürfte schon aufgefallen sein, dass es für mich beim Fußball Genuss nichts nervenderes gibt, als einen schlechten Kommentator.
    Auch bei FIFA 13 meint man, nicht auf einen solchen verzichten zu können. Das schlimme daran ist, dass dieser nicht einfach nur nervt, sondern auch noch meint in englischer Sprache nerven zu müssen. Schade, dass EA hier nicht wie bei den Konsolen die Kommentare von Breukmann / Buschmann integriert haben. Wie ich gelesen habe (leider könnte ich bislang FIFA13 auf einer Konsole nicht selbst testen), sorgt gerade Buschmann für große Unterhaltung. (Link)
    Stattdessen präsentiert hier EA einen sehr nervenden englischen Kommentator, welchen ich allerdings bereits nach zwei Tagen abschalten musste, weil mich seine Stimme und eintönigen Kommentare so sehr aufregte. Schade!
    Auch die Fangesänge im Hintergrund sorgen für keine schöne Soundkulisse: immer die selben eintönigen Lieder erklingt von den Rängen, kaum richtige Emotionen, na so richtige Fußball Atmosphäre kommt hier leider noch auf. Hier hat EA noch erheblich Steigerungspotential für zukünftige Versionen.


    Entscheidet man sich nicht für ein einfaches Freundschaftsspiel, sondern begleitet ein Team über eine Saison oder noch darüber hinaus, kann man sich im „Managermodus“ beweisen und beispielsweise einen Zweitligaverein in die erste Bundesliga oder gar über den DFB Pokal in die internationale Wettbewerbe führen.
    Wunderbar umgesetzt wurde hierbei die Möglichkeit Spieler zu verkaufen, verleihen oder selbst auf Einkaufstour - a la Felix Magath - zu gehen. Doch aufgepasst: anders als bei so manchem Werksklub steht hier nur ein bestimmtes Budget zur Verfügung. Um also eine schlagfertige Truppe aufzubauen, bedarf es sorgfältiger Überlegung.


    Ein wunderbares Feature, welches noch mehr motiviert das Spiel regelmäßig zu spielen.

    Anders als in den vergangenen Jahren, hat sich EA dazu entschlossen „FIFA“ als Universal App zu verkaufen. Dies hat den wunderbaren Vorteil, dass man die App auf dem iPad genauso nutzen kann, wie auf dem iPhone oder iPod Touch, ohne dazu noch einmal extra bezahlen müssen.
    Der Klou dabei: Die Spielstände werden über die iCloud synchronisiert, das bedeutet, dass eine auf dem iPad begonnene Saison auch wunderbar unterwegs auf dem iPhone weitergespielt werden kann. Ist man wieder zuhause, wird der Spielstand kurz aktualisiert und schon kann man nahtlos wieder an das Spielgeschehen anknüpfen. Wunderbar, so sollte es sein. Da bleiben keine weiteren Wünschen offen!

    Im Gegenteil, EA geht mit der Verbindung von iPhone und iPad noch einen Schritt weiter: koppelt man das iPhone mit dem iPad, so lässt sich das iPhone als Gamepad benutzen und man hat auf dem iPad noch mehr Platz für das Spielgeschehen, den die Steuerelemente wandern auf das iPhone Display. Anfangs musste selbst ich, der eigentlich mit Touchsteuerung nie Probleme hat, sehr mit dieser Steuerung kämpfen, da die Buttons auf dem iPhone Display verdammt klein sind und man sich nicht selten verdrückt. So wird nicht selten ein 5-Meter Pass zu einem Schussversuch. Sehr ärgerlich. Unverständlich wieso hier EA den Nutzern nicht mehr Einstellungsmöglichkeiten gelassen hat, zum Beispiel in Form von frei justierbaren Steuerelementen oder vergrößerten Buttons. Das hätte es noch viel komfortabler gemacht...

    Online-Multiplayer:
    Ein Online Modus gehört meiner Meinung nach bei jeder Fußball Simulation einfach dazu. Selbst wenn es anfangs immer herausfordernd ist sich in den unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden, angefangen bei „Anfänger“ bis hin zur „Weltklasse“, gegen den Computer Gegner zu wehren, das Spielen gegen echte Menschen und vielleicht sogar den Freunden, ist einfach noch einmal ein ganz anderes Erlebnis.
    Dazu ist eine Anmeldung bei dem EA eigenen Netzwerk „Origin“ erforderlich. Dort kann man auch Freunde hinzufügen, was es ermöglich gegen ganz bestimmte Gegner wie zum Beispiel seinen Freunden, zu spielen. Schade, dass EA hier nicht auch zusätzlich auf Apples Gamecenter gesetzt hat. Dies hätte das noch viel einfacher gemacht.
    Hat man bei Origin noch keine Freunde, kann man auch gegen einen zufällig ausgewählten Gegner antreten. Zur besten Uhrzeit war da bereits nach wenigen Sekunden ein passender Gegner gefunden.
    Zwar gibt es je nach Verbindungsqualität während dem Spielen einige Ruckler, doch insgesamt hat der Online Modus bei mir richtig gut funktioniert. Dies wird natürlich auch immer von eurer Internetverbindung und der eures Gegners abhängig sein. Aber grundsätzlich funktioniert der Online – Multiplayermodus erfreulich gut.


    Fazit:


    Natürlich werden nun wieder einige in den Kommentare anmerken, dass man ein solches Spiel doch nicht mit einem Touchdisplay spielen kann. Doch wenn man sich einmal auf die Steuerung eingelassen hat, gewöhnt man sich recht schnell daran.

    Insgesamt ist FIFA13 endlich mal wieder ein Spiel, welches mich persönlich stundenlang an das iPad gefesselt hat. Dies hat schon lange Zeit kein Spiel mehr geschafft. Mit den so unterschiedlichen Spielmodi weiß FIFA13 auch durchaus über einen längeren Zeitraum gut zu unterhalten.
    Wer keine Konsole besitzt oder wem die Konsolen Versionen von FIFA13 schlicht zu teuer ist, sollte sich die iPad bzw. iPhone Version definitiv mal anschauen. Für gerade einmal 5,49 Euro ist die iOS Version (im Vergleich zu den Preisen für die Konsolenspiele) fast schon geschenkt.
    Diesen Kauf wird man bestimmt nicht bereuen, auch wenn die iOS Version natürlich längst nicht mit PS3 oder XBOX Spielen konkurrieren kann. Wer trotzdem mit dieser Einstellung an „FIFA13 for iPad/iPhone“ herangeht, wird sicher bitter enttäuscht werden, aber für alle „Konsolen Verweigerer“ wie mich zum Beispiel oder für all diejenigen, die sich dies nicht leisten können, aber trotzdem richtig Lust auf eine Fußball Simulation haben, hier geht es lang zu FIFA13: LINK
    Ursprünglich wurde dieser Artikel in diesem Thema veröffentlicht: Testbericht: FIFA13 für das iPad und iPhone - Erstellt von: Dominus Original-Beitrag anzeigen
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